Therapie

Als ausgebildeter Verhaltenstherapeut sehe ich diese Therapierichtung und ihre Behandlungsansätze als eine Art Fundament meiner Arbeit an. Alleine hieraus bieten sich vielfältige ergänzende Therapieformen an, denn seit einiger Zeit werden die Methoden der kognitiven Verhaltenstherapien durch neue, wissenschaftlich fundierte Behandlungsansätze ergänzt. Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (kurz ACT) gilt ebenso wie die Schematherapie als eine Weiterentwicklung bisheriger verhaltenstherapeutischer Ansätze.

Wenn Sie den Wunsch nach Coaching oder Beratung haben, können Sie mich ebenfalls gerne ansprechen.

Doch was genau ist eigentlich Psychotherapie und worin unterscheiden sich die verschiedenen Therapieverfahren?

Psychotherapie

In einer Psychotherapie setzt man sich gezielt mit dem eigenen Denken, Fühlen und Verhalten auseinander. In diesem Sinne bietet sie Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens und Handelns mit dem Ziel, eine Veränderung herbeizuführen. Bestimmte psychische oder körperliche Zustände erreichen bei einem entsprechenden Schweregrad einen Krankheitswert. Eine therapeutische Grundannahme lautet, dass psychische Prozesse veränderbar sind. Der therapeutische Prozess wird von einer PsychotherapeutIn geplant und gelenkt, indem er/sie versucht, durch wissenschaftlich begründetes Vorgehen und die Anwendung adäquater Techniken Störungen und Leidenszustände zu beeinflussen. Psychotherapie kann darüber hinaus auch eingesetzt werden, um Menschen darin zu unterstützen, Potenziale zu entwickeln, die Ihnen erlauben, zufriedener, genussfähiger oder vielseitiger zu leben. Von den zahlreichen unterschiedlichen Therapieansätzen haben bisher drei Therapierichtungen eine Zulassung zur Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen erhalten: Die Psychoanalyse, die Tiefenpsychologie und die Verhaltenstherapie (VT).

Verhaltenstherapie

Die Verfahren der Verhaltenstherapie basieren auf den Lerngesetzen, durch die wiederum u. a. beschrieben werden kann, wie neue Informationen verarbeitet werden oder unter welchen Bedingungen wir besonders leicht neue Erfahrungen behalten oder vergessen. In der Verhaltenstherapie wird davon ausgegangen, dass es sich bei den meisten emotionalen Problemen entweder um Defizite bei bestimmten Lernerfahrungen handelt oder dass gelernte Denk- und Verhaltensmuster unangemessen bzw. problematisch sind. Dementsprechend ist es das erklärte Ziel, in der Therapie angemessene Denk- und Verhaltensweisen zu erlernen oder bereits gelernte ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu verändern.

Kognitive Verhaltenstherapie

Im Unterschied zur herkömmlichen Verhaltenstherapie wird in der kognitiven Verhaltenstherapie (kognitiv = das Wahrnehmen, Erkennen, Denken und Urteilen betreffend) besonderer Wert auf die Art und Weise des Denkens sowie auf Normensysteme und Wertmaßstäbe gelegt . Dieses zusammen mit den damit einhergehenden Gefühlszuständen hat in diesem Therapieansatz einen hohen Stellenwert, weil in der kognitiven Verhaltenstherapie ein direkter Zusammenhang zwischen Gedanken und Gefühlen angenommen wird. Daher geht das Bemühen zunächst dahin, eine Veränderung der krank machenden Gedankenmuster herbeizuführen. Dann werden die so gewonnenen Erkenntnisse in die Situationen des Lebensalltags umgesetzt.

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT)

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (kurz ACT) ist ebenfalls eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie. Sie geht grundsätzlich von einer neuen Sicht aus, nämlich dass es im Leben aller Menschen viele unterschiedliche schmerzvolle Erfahrungen gibt, also dass seelischer Schmerz normal ist und jeder ihn hat. In den Begrifflichkeiten wird explizit zwischen seelischem Schmerz und seelischem Leiden unterschieden. Zunächst ist es erforderlich, den (primären) Schmerz, wie Empfindungen, Erfahrungen etc., anzunehmen, erst aus diesem Schritt heraus wird das eigene Leiden (der sekundäre Schmerz) verringert. Paradoxerweise wird nämlich oft erst durch den Versuch, Leid zu vermeiden oder zu beseitigen, das Leiden aufrechterhalten. In der ACT steht somit nicht vorrangig die Verminderung von Symptomen im Fokus, vielmehr geht es im therapeutischen Prozess um die Unterstützung dabei, psychische Flexibilität zu entwickeln um sich für das einsetzen zu können, was Ihnen wichtig ist, anstatt die Energie darauf zu ver(sch)wenden, gegen unerwünschtes Leid anzukämpfen.

Schematherapie

Die Schematherapie ist eine Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie kann als eine Art Verbindungsglied zu tiefenpsychologischen und imaginativen Ansätzen gesehen werden. Eine schematherapeutische Grundannahme lautet, dass der Ursprung für emotionale Schwierigkeiten in bestimmten ungünstigen „Schemata“ liegt. Schemata können als Lebensgrundmuster bezeichnet werden. Sie entstehen recht früh im Leben – also in der Kindheit und Jugend – durch stete Verletzung kindlicher bzw. menschlicher Grundbedürfnisse. Bei einer fortdauernden Verletzung entwickelt das Kind entsprechende Kompensationsstrategien, um solche Verletzungen zukünftig nicht mehr in dem Maße erleben zu müssen. Dieses Verhalten ist in dem Alter, in dem es entwickelt wurde, sehr sinnvoll und hilfreich, oft sogar notwendig, jedoch bleibt es im Erwachsenenalter häufig bestehen, obwohl die eigentlichen Ursachen gar nicht mehr vorhanden sind. Die Folgen davon können sein, dass sich die Person zwar einerseits blockiert und unzufrieden fühlt, andererseits jedoch keine Auswege aus dieser Situation erkennt und daher darin verharrt. Die Schematherapie versucht im ersten Schritt die zentralen vorliegenden Schemata zu erkennen und sie daraufhin aktiv zu hemmen.

Integrativer Ansatz

Neben den beschriebenen verhaltenstherapeutischen Ansätzen ist meine therapeutische Arbeit insgesamt von integrativen Ansätzen der Psychotherapie geprägt. Aus einer ganzheitlichen Perspektive heraus werden etwa hypnosystemische und gestalttherapeutische Elemente je nach Erforderlichkeit in die Behandlung einbezogen.

Kontakt

Psychotherapeutische Praxis
Christian Siebers

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